BORSIG GmbH

10/2016

Energetische Sanierung auch bei BORSIG in Berlin

Ein neues Heizungssystem in der Fertigung der BORSIG Process Heat Exchanger GmbH hat zu enormen Einsparungen bei den Energiekosten geführt.

Im Sommer 2015 wurde unter der Hallendecke der 16.700 qm großen Fertigung in Berlin ein völlig neues Heizsystem installiert. Es handelt sich um sogenannte Gas-Dunkelstrahler, eine spezielle Form von Infrarotstrahlern, die in der Industrie- und im Gewerbebau zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zur bisherigen Gebläseheizung, die erwärmte Luft vor allem unter das Hallendach geblasen hat, sorgen die Gas-Dunkelstrahler für eine gleichmäßige Erwärmung im unteren Hallenbereich. Dabei treffen langwellige Strahlen (Infrarot), ähnlich wie Sonnenstrahlen, auf Oberflächen, Gegenstände etc. und wandeln dort die Energie in Wärme um, die dann von der Oberfläche bzw. dem Gegenstand wieder abgestrahlt wird. In 2 Meter Höhe sind hallenweit Thermostate angebracht, die dafür sorgen, dass die Raumtemperatur nicht über 17°C steigt. Werden die 17°C überschritten, schaltet sich die Heizung automatisch ab. Betrieben werden die Gas-Dunkelstrahler mit Erdgas, einem wesentlich kostengünstigeren Energieträger als der bisher genutzten Fernwärme. Die vorhandene Restwärme der Heizungsabgase wird vor Ableitung in den Kamin durch einen Wärmetauscher weiter nutzbar gemacht und heizt zusätzlich den direkt an die Fertigung grenzenden separaten Bürotrakt der BPHE und sorgt für das Warmwasser der Duschen in der Fertigung. Eine handelsübliche Therme sorgt bei Bedarf automatisch dafür, dass auch im Sommer oder wenn die Hallenheizung wegen zu hoher Temperaturen mal nicht läuft, immer genug warmes Wasser in den Sanitärbereichen vorhanden ist.

Schlugen die Energiekosten für die Wintersaison 2014/2015 noch mit 511.046 Euro zu Buche, so waren es in der Heizsaison 2015/2016 mit der neuen Heizung nur noch 112.881,73 Euro, also knapp 400.000 Euro weniger.